Das Nationale Begleitgremium (NBG), das die Suche nach einem Endlager für hoch radioaktive Abfälle in Deutschland unabhängig und kritisch begleitet, hat eine neue Führung gewählt. In seiner Februar-Sitzung bestimmten die Mitglieder Marion Durst und Karsten Möring zu Ko-Vorsitzenden. Damit startet das NBG mit voller Tatkraft in eine entscheidende Phase der Standortauswahl für ein Endlager für hoch radioaktive Abfälle in Deutschland.
Mit der neuen Doppelspitze verbindet das NBG unterschiedliche Perspektiven: Marion Durst ist seit 2018 als Bürgervertreterin Teil des Gremiums und bringt langjährige Erfahrung aus der Arbeit im NBG mit. Karsten Möring wurde im Dezember 2025 vom Bundestag und Bundesrat als anerkannte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens in das Gremium gewählt und verfügt über umfangreiche parlamentarische Erfahrung.
Marion Durst, Ko-Vorsitzende des NBG:
„Im NBG arbeiten Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf Augenhöhe. Diese besondere Mischung macht die Stärke des Gremiums aus. Als Ko-Vorsitzende will ich dafür sorgen, dass die Öffentlichkeit bei der Endlagersuche nicht auf der Zuschauertribüne sitzt, sondern auf dem Spielfeld aktiv mitgestaltet.“
Karsten Möring, Ko-Vorsitzender des NBG:
„Die Endlagersuche ist eines der komplexesten Projekte unserer Zeit. Wir treten an, um den Prozess kritisch, unabhängig und konstruktiv zu begleiten. Meine Erfahrung aus der parlamentarischen Arbeit möchte ich nutzen, um die Brücke zwischen wissenschaftlicher Notwendigkeit, politischer Verantwortung und gesellschaftlichem Dialog zu stärken.“
Der neue NBG-Vorsitz startet in einer spannenden Phase der Endlagersuche. In diesem Jahr steht die Novellierung des Standortauswahlgesetzes (StandAG) an. 2027 hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) angekündigt, jene Standortregionen zu benennen, die übertägig erkundet werden sollen. Das NBG wird in seiner neuen Zusammensetzung und dem neu gewählten Leitungs-Duo die Arbeiten der BGE und des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) weiterhin mit einem wachsamen Blick und wichtigen Impulsen begleiten.